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Allgemeine News

Historische 50er und 80er beim MC Isolator

Der MC Isolator  Neuhaus-Schierschnitz lockt ehemalige Geländefahrer und Moto-Crosser  der 50ccm und 80ccm Klassen und deren Anhängerschaft am 15./16. April zu einer ganz speziellen Zusammenkunft ins einstige innerdeutsche Grenzgebiet. Bei dem Treffen können die “Alten Hasen” über zwei Tage auf zwei Strecken auf dem Trainingsgelände der Gastgeber ihr Können demonstrieren. Der ehemalige Fahrer Arnulf Teuchert: “Es geht um den Erhalt des technischen Kulturgutes”.

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“Wo sonst, wenn nicht hier, ist so etwas machbar”, betont Vorstandsvorsitzender Thomas Sünkel. Er erläutert, dass Neuhaus-Schierschnitz so ziemlich auf halben Weg zwischen Suhl (Simson) und Nürnberg (Hercules) liegt. Sünkel: “In unserer Region schlägt das Herz für den Motorradsport der kleinen Klassen.” An Zustimmung  ehemaliger Werksfahrer mangelt es  nicht. Thomas Bieberbach, Weltmeister der 80er Kategorie 1990 sagt: “Das ist eine prima Idee, die ganz sicher auch Interesse bei meinen ehemaligen Fahrerkollegen der Simson-Werkssportabteilung finden wird.
Der in den 1980er Jahren überaus erfolgreiche Hercules-Werksfahrer Arnulf Teuchert aus dem fränkischen Hersbruck betont: “Das wird ganz bestimmt nicht langweilig.” Etwa vier Duzend fahrbereite 50er und 80er Maschinen würde es aktuell in Deutschland geben, erläutert er. Und erzählt, dass es in Italien spezielle, große Resonanz findende, Veranstaltungen für diese Geländemopeds gibt. Wobei die Teilnehmerzahl bei rund 50 Startern liegen würde.
Teuchert: “Die Erinnerung an die Epoche der kleinen Klassen macht allemal Sinn. Bisher wurden in Deutschland diese Kategorien von den Veranstaltern vernachlässigt. Eine Klasseneinteilung, wie früher, davon kann der historische Motorradsport nur profitieren. Es geht grundsätzlich um den Erhalt des technischen Kulturgutes in unserem Sport. Natürlich möchten wir unsere Maschinen aber auch zeigen.
Besonders die vor 30 und 40 Jahren in Suhl und Nürnberg gefertigten Geländemopeds sind heute sehr begehrt. Zwischen 40.000 und 50.000 Euro müssen Interessenten für eine der ehemaligen Werksmaschinen mittlerweile auf den Tisch legen.  Teuchert erläutert, dass die Aufwendungen für die Fertigung der Werksmaschinen nicht klein waren. So hätten allein die Projektkosten 1981 etwa 750 000 Mark verschlungen.  
Von den seinerzeit vier Maschinen existieren noch drei Exemplare. Selbst, für die in Kleinserie produzierten Hercules-Enduros, von den damals rund 70 Stück gebaut wurden, müssen Interessenten in der Regel mittlerweile weit mehr als 10.000 Euro zahlen.
Teuchert räumt ein: “Der Erhalt dieser Technik geht halt auch ins Geld.” Und Ersatzteile gibt es freilich nicht mehr. Geht was kaputt, muss es nachgebaut werden.
“Es geht aber längst nicht nur um die Technik, sondern auch um das Vergnügen und den Spaß, den diese Maschinen bereiten können. Das Leben ist kurz, das man das einfach so vorbeiziehen lässt”, sagt Teuchert.
Der ehemalige MZ-Werksfahrer Harald Sturm aus Zschopau sieht das ähnlich und betont, dass die kleinen Klassen in den 1980er Jahren eine große Anhängerschaft hatten und  Sportler, wie Arnuf Teuchert, Thomas Bieberbach und Jens Thalmann großartige Leistungen erbrachten und von den Fans dafür zurecht begeisterte Ovationen erhielten.  
Ganz speziell für Thüringens Motorsportfans hatten die kleinen Klassen einen hohen Stellenwert. Wenn Horst Geißenhöner und Kollegen aus der Simson-Sportabteilung am Start zu den Wertungsprüfungen standen schlugen die Herzen der Geländesportfans nicht nur aus dem Thüringer Wald höher.
Sturm ist begeistert von den Vorhaben des MC Isolator. Er sagt: “Wenn ich es einrichten kann komme ich vielleicht auch nach Neuhaus-Schierschnitz, wobei ich mich schon über ein Wiedersehen mit Arnulf freuen würde.” Dafür gibt es einen ganz speziellen Grund. Der Hercules-Werksfahrer aus dem Fränkischen  hatte Sturm in den 1980er einmal ein Paar Endurostiefel geborgt: ”Meine waren vollkommen durchnässt, Arnulf hat mir seinerzeit ohne große Worte ausgeholfen. Denk es ist Zeit, dass ich ihm nun sein Schuhwerk zurück gebe. Neuhaus-Schierschnitz, das ist ein guter Ort dafür.”, sagt der mehrfache Europameister und Six Days-Sieger aus dem Erzgebirge.



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