Nach zwei Monaten Pause knüpfte Billy Bolt in Ungarn an seine Erfolge beim Auftakt der SuperEnduro-Weltmeisterschaft wieder an: Er holte sich in Budapest den Gesamtsieg vor Taddy Blazusiak und die rote Startnummer als Meisterschaftsführender.

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Der Brite zeigte von Anfang an, dass er der Schnellste ist: Sowohl im Zeittraining als auch später bei der Superpole, wo er sich die ersten WM-Punkte vor seinem Husqvarna-Teamkollegen Colton Hääker und dem Beta-Fahrer Jonny Walker holte. Weniger als ein Zehntelsekunde dahinter dann Taddy Blazusiak. Doch der Pole revanchierte sich dafür im ersten Wertungslauf: Gleich nach dem Start lag der GasGas-Pilot vor Bolt, der eine Aufholjagd startete, die schießlich zum Erfolg führte. Doch der Brite blieb in der letzten Runde auf den Baumstämmen hängen und Blazusiak konnte wieder vorbeigehen und sich den ersten Sieg in dieser Saison holen.
Tim Apolle belegte den achten Platz.

Trotz umgekehrter Startaufstellung war nach der ersten Kurve bereits Web vor Will Hoare. Vor Ende der Runde lief Bolt auf Cody Webb auf, der den zweiten Platz übernommen hatte. Als Bolt vorbei ging, riskierte der Sherco-Pilot zuviel und stürzte. Blazusiak schloss auf und setzte Bolt ein wenig unter Druck. Am Ende kam er nur 3,7 Sekunden hinter dem Briten ins Ziel.
Apolle startete zwar von der ersten Reihe, bleib aber im dichten Pulk schon in der dritten Kurve an dem Betonblock hängen. Am Ende kämpfte er sich aber doch noch auf den fünften Platz nach vorne.

Im letzten Lauf des Abends stürzte Blazusiak am Ende der Startgeraden und musste letztlich das Feld von hinten aufrollen und schaffte noch den vierten Platz. Wie gut der Pole erneut ist, zeigt die Tatsache, dass er erneut die schnellste Rundenzeit fuhr.
Bolt brauchte ein wenig, bis er sich Haaker und Walker vorbeigekämpft hatte und war danach nicht mehr einzuholen.
Apolle landete erneut auf dem achten Rang.
Man könnte kleinlich sein und Bolt vorwerfen, dass er seine Führung im letzten Lauf der Tatsache verdankt, dass er beim Überholen von der Strecke abkam und erst später wieder eingefahren ist. Tatsächlich ist er dafür nicht mit 10 Sekunden bestraft worden, wie andere Fahrer. Doch genaugenommen hätte die Strafe keinen Unterschied ergeben, denn trotzdem hätte der Brite den Durchgang mit 0,199 Sekunden vor seinem Teamkollegen gewonnen - Egal wie knapp, Sieg wäre Sieg geblieben und eben drei WM-Punkte mehr!

Ergebnisse:

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Wieder zurück an der Spitze: GasGas-Pilot Taddy Blazusiak fuhr prompt einen Laufsieg

Junioren

Der Sieger von Polen, Dominik Olszowy, machte seinen Anspruch auf den Meistertitel deutlich: Schon den ersten Lauf gewann er mit 38 Sekunden Vorspung vor Suff Sella und weiteren 19 Sekunden vor Norbert Zsigovitz dem Ungarn. Alle weiteren Fahrer waren Überrundet, darumter auch der Viertplatzierte Leon Hentschel und ein Platz weiter, Milan Schmüser. Tristan Hanak, der sich über das "Last-Chance-Rennen" qualifizieren musste, wurde bei seinem Debüt sogar zweimal überrundet und landete auf dem 11. Platz.

Mit der umgekehrten Startaufstellung gelingt Rookie Hanak scheinbar der Holeshot, doch wenige Kurven später ist er bereits nur noch Vierter und findet sich zuletzt auf dem zehnten Platz wieder.
Ganz vorne braucht Olszowy drei Runden bis er an Fabien Poirot verbeigehen kann. Hentschel fällt vom dritten Platz vorübergehend zurück, kämpft sich dann aber noch auf den vierten Rang hinter seinen Landsmann Schmüser vor. Der wird damit Dritter hinter Poirot.

Am Ende gewann Olszowky alle drei Wertungsläufe, obwohl beim letzten eine Sensation in der Luft lag: Der Israeli Suff Sella, der schon das Training gewonnen hatte, gewann den Start und verlor die Position bis ins Ziel nicht mehr. Olszowy kam nicht so gut vom Gatter weg und stürzte dann sogar noch einmal zur Halbzeit. Er konnte den KTM-Fahrer nicht mehr einholen und so stand der erste Sieg eines Israelis in einem Enduro-Weltmeisterschaftslaufes an. Doch Sella erhielt eine Zeitstrafe, weil er nämlich einmal die Strecke verlassen hatte und nicht wieder an der gleichen Stelle reingefahren war, sondern erst etwas später. Das war schneller, weil er eben nicht wieder zurück gefahren war und deshalb wurde er anschließend bestraft und kam nur auf den zweiten Platz.
Hentschel kam vor Schmüser auf den vierten Platz und Hanak wurde mit zwei Runden Rückstand noch 13.
"Ich bin mit meiner Leistung hier nicht zufrieden," meinte Hentschel anschließend selbstkritisch. "In den letzten Runden verliere ich einfach zuviel Kraft und dann habe ich es verkackt."
In der Meisterschaft liegt Hentschel auf dem zweiten Rang mit zwei Punkten vor Poirot und weiteren zwei Punkte vor Schmüser, der zur Zeit Vierter in der WM ist. Olszowy hat bereits einen Vorsprung von 38 Punkten, doch sind noch immer 120 Punkte zu vergeben!

Die Junioren und die Europameisterschaft werden nicht Anfang März in Israel starten. Für beide Klassen ist der deutsche WM-Lauf am 19. und 20. März in Riesa der nächste Wettbewerb und das Finale.

Ergebnisse:

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Europameisterschaft

Beide Läufe gewann, wie schon in Polen, der Italiener Sonny Goggia.
Selbst im zweiten Durchgang, mit der umgekehrten Startaufstellung dauerte es nicht lange, bid der KTM-Fahrer an der Spitze war und seinen Vorsprung soweit ausbaute, dass er den zweitplatzierten Roland Liszka aus Ungarn fast noch im Zielsprung eingeholt hatte. So aber war der dann der Einzige, den Goggia nicht überrundet hatte.
Aurelien Adesso, der Franzose, der auf dem zweiten Platz im ersten Lauf war, war bei diesem Durchgang gleich am Anfang im Pulk hängen geblieben, weil er seine Spur nicht frei wählen konnte.
Wie schon in Polen qualifizierte sich der Deutsche Paul-Erik Hustler auf der Sherco direkt für die Wertungsläufe, während sein Landsmann Marco Pferfer mit der KTM noch durch den "Last-Chance Lauf" musste.
In ersten Rennen sah es für Hustler erwartungsgemäß mit Platz 10 etwas besser aus als für Pferfer auf dem zwölften Platz.
Im zweiten Lauf belegte Pfeifer auf der KTM dann sogar den neunten Platz, während Hustler sogar zweimal überrundet wurde und auf Rang 13 einlief.

Ergebnisse:

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